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Low Carb - Kohlenhydratarm essen

Unter „low carb“1 versteht man alle Ernährungsformen, bei denen Kohlenhydrate2 (= carboanhydrates) reduziert werden.

Verschiedene Diäten und Ernährungsempfehlungen werden unter der Rubrik „low carb“ eingeordnet. Die bekanntesten low carb Diäten sind die Paleo-Diät3, die Logi-Methode4, die Atkins-Diät5, die Montignac-Methode6, die Lutz-Diät7 und die Ketogene-Diät8. Auch die moderne Jäger+Sammler-Ernährung aus „Prophylaxe und Therapie durch Artgerechte Ernährung“9 ist eine low carb Ernährung.

Im Grundsatz sind alle diese low carb Ernährungsformen richtig, auch wenn sie sich in Kleinigkeiten unterscheiden, denn ihre große Gemeinsamkeit ist: Kohlenhydrate und dadurch Zucker sparen!

Kohlenhydrate2 nennt man alle Zucker (siehe Abb. 1): Es werden kurzkettige und langkettige Kohlenhydrate unterschieden. Die langkettige Stärke10 schmeckt aber nicht süß, dadurch hat man nicht den Hauch einer Chance zu erahnen bzw. zu schmecken, wie groß die Zuckermenge ist, die gerade konsumiert wird.

Abb. 1: Einteilung der Kohlenhydrate (Quelle: Klaus Wührer: Prophylaxe und Therapie durch Artgerechte Ernährung9)

Stärke-Nahrungsmittel (Getreide, Reis, Kartoffeln) liefern durch ihren hohen Kohlenhydratanteil10 sehr große Zuckermengen. Diese langkettigen Stärkemoleküle werden vom Verdauungsapparat nicht - wie fälschlicherweise angenommen - langsam resorbiert, sondern sehr schnell. Der Traubenzucker als Baustoff der Stärke erscheint nach Vollkornbrot genauso schnell im Blut wie blanker Haushaltszucker (Glykämischer Index11). Dadurch ist die Blutzuckerbelastung nach einer Portion Stärke (2 Brote, Nudeln, Reis, Kartoffeln) so groß wie nach 42g Traubenzucker (Glykämische Masse9,12) oder 1,5 Tafeln Schokolade9.

Abb. 2: Überblick Glykämische Masse der Nahrungsmittelgruppen

(Quelle: Klaus Wührer: Prophylaxe und Therapie durch Artgerechte Ernährung9)

Somit ergibt sich als großer Feind der Blutgefäße und Zellen der Diabetiker und jeder Person, nicht der Haushaltszucker sondern die STÄRKE. Mit Stärke konsumiert man nämlich sooo große Zuckermengen, die mit Süßigkeiten nur schwer zu schaffen wären. 3 Stärkemahlzeiten am Tag liefern die Zuckerlast von 5 Tafeln Schokolade9 - könnten Sie diese Menge täglich essen?

Genau diese Dauerbelastung des Organismus mit den riesigen Zuckermengen aus Stärke-Nahrungsmittel, Süßigkeiten und Süßgetränken ebnen durch die chronischen Entzündungen9,13 und die ausgelösten Autoimmunreaktionen14 vielen Krankheiten den Weg: Reizdarmsyndrom, Colitis ulcerosa, Rheuma, Multiple Sklerose, chronischen Schmerzsyndromen wie Rückenschmerzen und Migräne, und vielen mehr.

Außerdem ist Zucker die einzige Nahrungsquelle der Tumorzelle15 und fördert gemeinsam mit Insulin das Tumorwachstum16.

Low carb ist keine Modediät, auch wenn man in der Regel auch dabei Gewicht verliert. Vielmehr ist low carb eine nährstoffreiche, energiereiche Ernährung, welche die Basis für Gesundheit und Leistungsfähigkeit darstellt.

Vor allem bei Beschwerden, Leistungseinschränkungen, chronische Entzündungen und Schmerzen sollten riesigen Zuckermengen gemieden werden9. Dann können sich Gesundheit und Wohlbefinden wieder einstellen - oft schon nach 2 Wochen.

Vorsicht, machen Sie nicht den Fehler, dass Sie dem goldenen Kalb Vollkorn folgen. Stärke ist auch Zucker!

Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)17 macht diesen Fehler und empfiehlt 50% der Kalorien aus langkettigen Kohlenhydraten - also aus nährstoffarmen Zucker! 5 Tafeln Schokolade pro Tag9!

Quellenangaben:

1              https://de.wikipedia.org/wiki/Low-Carb

2              https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenhydrate          

3              https://de.wikipedia.org/wiki/Steinzeiternährung

4              https://de.wikipedia.org/wiki/Logi-Methode

5              https://de.wikipedia.org/wiki/Atkins-Diät

6              https://de.wikipedia.org/wiki/Montignac-Methode

7              https://de.wikipedia.org/wiki/Lutz-Diät

8              https://de.wikipedia.org/wiki/Ketogene_Diät

9              Klaus Wührer: Prophylaxe und Therapie durch Artgerechte Ernährung, ISBN: 978-3-9816200-0-9

10            https://de.wikipedia.org/wiki/Stärke

11            https://de.wikipedia.org/wiki/Glykämischer_Index

12            https://de.wikipedia.org/wiki/Glykämische_Masse

13            Sowmya Soman et al: A multicellular signal transduction network of AGE/RAGE signaling. J. Cell Commun. Signal. (2013) 7:19-23

14            A.W.H. Tai, M.M. Newkirk: An autoantibody targeting glycated IgG is associated with elevated serum immune complexes in rheumatoid arthritis (RA). Chlin Exp Immunol 2000; 120:188-193

15            www.metabolic-database.com/html/tumor_metabolome_overview.html

16            Richard M. O´Brian, Daryl K. Granner: Regulation of gene expression by insulin. Biochem. J. (1991) 278, 609-619.

17            https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/ws/position/DGE-Positionspapier-Richtwerte-Energiezufuhr-KH-und-Fett.pdf

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